11.11.2025 19:00 Uhr - 21:00 Uhr
Vortrag von Dr. Heiko Zimmermann
Die Weimarer Republik war für schwule britische Autoren ein Ort der Verheißung: Freiheit, künstlerische Blüte und ein ungewohnt offener Umgang mit Sexualität lockten etwa Christopher Isherwood, W. H. Auden und Stephen Spender nach Berlin. In Werken wie Isherwoods „Goodbye to Berlin“ (bekannt durch das Musical „Cabaret“) haben sie Szenen aus der pulsierenden, aber zugleich fragilen Metropole festgehalten. Mit dem Erstarken der Nationalsozialisten wurde der Traum jedoch zum Albtraum. Sie kehrten Deutschland den Rücken, unterstützten jedoch auch Verfolgte auf ihrem Weg ins Exil. Ihre Texte bieten nicht nur persönliche Einblicke, sondern eröffnen eine wertvolle Außenperspektive auf eine Zeit, in der Hoffnung und Untergang gefährlich nah beieinanderlagen.
Heiko Zimmermann ist Mitarbeiter am Institut für Englisch an der PH Ludwigsburg und engagiert sich im Verein Lisbert Queer Ludwigsburg.
Eintritt frei
Eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung "gefährdet leben - Queere Menschen in Deutschland 1933 - 1945"
In Kooperation mit dem Literaturfestival "Wortwelten" und der PH Ludwigsburg