Von der Freiheit in den Untergang - Das queere Deutschland der 1930er Jahre im Spiegel britischer Literaten

Termin

1924 Tanz beschnitten
1924 Tanz beschnitten

11.11.2025 19:00 Uhr - 21:00 Uhr

Vortrag von Dr. Heiko Zimmermann

Die Weimarer Republik war für schwule britische Autoren ein Ort der Verheißung: Freiheit, künstlerische Blüte und ein ungewohnt offener Umgang mit Sexualität lockten etwa Christopher Isherwood, W. H. Auden und Stephen Spender nach Berlin. In Werken wie Isherwoods „Goodbye to Berlin“ (bekannt durch das Musical „Cabaret“) haben sie Szenen aus der pulsierenden, aber zugleich fragilen Metropole festgehalten. Mit dem Erstarken der Nationalsozialisten wurde der Traum jedoch zum Albtraum. Sie kehrten Deutschland den Rücken, unterstützten jedoch auch Verfolgte auf ihrem Weg ins Exil. Ihre Texte bieten nicht nur persönliche Einblicke, sondern eröffnen eine wertvolle Außenperspektive auf eine Zeit, in der Hoffnung und Untergang gefährlich nah beieinanderlagen.

Heiko Zimmermann ist Mitarbeiter am Institut für Englisch an der PH Ludwigsburg und engagiert sich im Verein Lisbert Queer Ludwigsburg.

Eintritt frei

Eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung "gefährdet leben - Queere Menschen in Deutschland 1933 - 1945"

In Kooperation mit dem Literaturfestival "Wortwelten" und der PH Ludwigsburg