Themenorientierte Erschließung von Quellen zur Provenienzforschung in den Ministerialbeständen des Hauptstaatsarchivs Stuttgart

Aktendeckel aus dem Bestand des heutigen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Aktendeckel aus dem Bestand des heutigen Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Bildvorlage: LABW

Laufzeit: Mai 2021 bis Dezember 2022

Im Frühjahr 2021 wurde mit der Tiefenerschließung der Ministerialbestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart für die Provenienzforschung begonnen. Es ist das fünfte Teilprojekt des Landesarchivs Baden-Württemberg, in dem eine systematische Prüfung auf Hinweise des NS-verfolgungsbedingten Entzugs von Kunst- und Kulturgut erfolgt. Gefördert wird das Projekt vom Deutschen Zentrum für Kulturgutverluste und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Das Hauptstaatsarchiv Stuttgart ist für das Schriftgut der ehemaligen württembergischen Zentralbehörden und der Ministerien des Landes Baden-Württemberg zuständig. Im Rahmen des laufenden Projektes gilt es insbesondere, die Überlieferung des Kultusministeriums, des Finanzministeriums und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst in den Blick zu nehmen. Bedingt durch massive Kriegsverluste werden vor allem Akten aus der Nachkriegszeit untersucht, um Rückschlüsse auf die Enteignung von Kunst- und Kulturgut während der Jahre 1933-1945 ziehen zu können. Insgesamt werden Bestände mit mehr als 4.500 Archivalieneinheiten zu analysieren und für die Forschung zugänglich zu machen sein. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Auswertung des Erwerbs von Kunstwerken für die staatlichen Sammlungen durch das Land Baden-Württemberg.

Zum Abschluss des aktuellen Projektes soll ein sachthematisches Inventar entstehen. In ihm sollen die für die Provenienzforschung relevanten Unterlagen des Landesarchivs an den Standorten Freiburg, Karlsruhe, Ludwigsburg, Sigmaringen und Stuttgart zusammengeführt und der Forschung als öffentliches Rechercheinstrument zugänglich gemacht werden.


Kontakt:
Katharina Sophia Hardt M.A.: katharina.hardt@la-bw.de