Führungskräfte des Polizeireviers Sigmaringen zu Besuch im Staatsarchiv Sigmaringen
Die Führungskräfte des Polizeireviers Sigmaringen haben sich am 6. März 2026 über die Arbeit des Staatsarchivs Sigmaringen und die dort verwahrte Polizeiüberlieferung informiert. Dabei gab es auch Einblicke in polizeihistorische Highlights der Region.
Die Organisation der Polizei in Baden-Württemberg hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich, die sich auch in den Beständen des Staatsarchivs Sigmaringen eindrücklich abbildet. Sie dokumentieren Polizeiarbeit vom täglichen Streifendienst bis zu internationalen Ermittlungen in spektakulären Kriminalfällen. Unter anderem verwahrt das Staatsarchiv die Akten der bis 2013 bestehenden Landespolizeidirektion Tübingen. Ebenso sind die im Zuge der Polizeistrukturreform 2012 aufgelösten Polizeidirektionen des Regierungsbezirks Tübingen in Sigmaringen archiviert. Mit den 2014 eingesetzten Polizeipräsidien in Ravensburg, Reutlingen und Ulm ist das Staatsarchiv auch für die aktuell und zukünftig entstehende Überlieferung der Polizei im Regierungsbezirk zuständig – und das mit immer mehr digitalen Akten.
Um über diese breitegefächerte Überlieferung zu informieren, aber auch über die Archivarbeit im Allgemeinen, und um den prachtvollen Prinzenbau zu besichtigen, lud der Leiter des Staatsarchivs, Christoph Schlemmer, den Sigmaringer Revierleiter Daniel Reiser mit seinen Kolleginnen und Kollegen zu einer Führung durch die Räume des Archivs ein. Im Rahmen einer ganztägigen Dienstbesprechung besuchten die Führungskräfte aus dem Polizeirevier und den dazugehörigen Polizeiposten in Gammertingen, Stetten a. k. M. und Meßkirch am 6. März das Staatsarchiv Sigmaringen. Bei der Führung durch die historischen Räume, in denen das Staatsarchiv untergebracht ist, erfuhren die Gäste auch, was moderne Archivarbeit auszeichnet und welche Herausforderungen aktuell zu bewältigen sind. Durch das große Interesse entwickelte sich rasch ein intensiver Austausch über Aufgaben und Bedeutung staatlicher Archive für die Verwaltung und die Zivilgesellschaft.
Natürlich bekamen die Führungskräfte der Polizei beim Gang durchs Haus auch einige Highlights aus ‚ihrer‘ Geschichte zu sehen. Besonders beeindruckten die Ermittlungsakten der Sigmaringer Kriminalpolizei zum spektakulären Juwelenraub auf Burg Hohenzollern im Sommer 1953, bei dem schließlich sogar Interpol eingeschaltet war. Nicht zuletzt dieses Beispiel verdeutlichte, wie wichtig auch die Überlieferung aus den unteren Ebenen von Staat und Verwaltung ist. Mit dieser gemeinsamen Einschätzung und der herzlichen Einladung zu einem Gegenbesuch versammelten sich Gäste und Gastgeber zum abschließenden Gruppenfoto.