Staatsarchiv Ludwigsburg hat einen neuen Leiter
Michael Aumüller ist seit 1. Juli 2026 im Amt. Der 49-jährige wissenschaftliche Archivar und Historiker übernimmt den Posten von Dr. Peter Müller, der Ende Juni in den Ruhestand getreten ist. Zentral für die nächsten Jahre wird die Frage nach einer baulichen Erweiterung des Staatsarchivs in der Ludwigsburger Innenstadt.
Michael Aumüller sagt anlässlich seines Amtsantritts: „Ich freue mich auf die neuen Aufgaben. Mein Vorgänger hat wichtige Pfade gelegt, die wir weiterverfolgen wollen. Gleichzeitig wird es neue Herausforderungen geben. Das Archiv platzt aus allen Nähten. Wir brauchen daher dringend neue Magazinflächen, um historische wie neue Akten für viele weitere Jahrhunderte bewahren zu können.“
Bereits seit 2012 ist eine Erweiterung des Staatsarchivs Ludwigsburg im Gespräch. Im April 2026 erteilte das Finanzministerium Baden-Württemberg dem Landesbetrieb Vermögen und Bau nun den Auftrag zur Projektentwicklung. Bis Ende des Jahres soll geprüft werden, welche Anforderungen der Erweiterungsbau erfüllen muss. Neben neuen Magazinflächen benötigt das Staatsarchiv Räumlichkeiten für Veranstaltungen und Ausstellungen.
Professor Dr. Gerald Maier, Präsident des Landesarchivs Baden-Württemberg, zu dem das Staatsarchiv Ludwigsburg gehört, sagt hierzu: „Das Staatsarchiv Ludwigsburg nimmt mit seinen Beständen eine bedeutende Rolle für das historische Gedächtnis der Region ein. Aber seine Magazine sind schon jetzt über 95% ausgelastet. Trotz der zunehmenden Anzahl an E-Akten erwarten wir, dass in den nächsten Jahren dutzende Kilometer Unterlagen als Archivgut hinzukommen. Mit Herrn Aumüller haben wir jemanden gefunden, der bereits Erfahrung im Aufbau von archivischen Infrastrukturen hat und damit die besten Voraussetzungen mitbringt, um diese Aufgabe zu bewältigen.“
Michael Aumüller koordinierte ab 2010 den Aufbau des Grundbuchzentralarchivs in Kornwestheim. Als dessen Leiter entwickelte er zudem neue Formate für die Öffentlichkeitsarbeit. Dazu gehören Angebote für Schulklassen und Kindergartengruppen. „Archivgut ist die Basis, um die Vergangenheit und später einmal unsere Gegenwart zu verstehen“, so Aumüller. „Mir ist es daher im Sinne der Demokratiebildung wichtig, unsere Angebote vor Ort und im Netz für alle Menschen zugänglich zu machen“.