Neuerscheinung: Liber iocalium. Das Buch der Kostbarkeiten der Antonia Visconti
Im Hauptstaatsarchiv Stuttgart hat sich eine außergewöhnliche Quelle erhalten, deren Ruf zur Mythisierung ihrer Besitzerin führte: der Liber iocalium von Antonia Visconti (ca. 1363–1405). Das Inventar verzeichnet die Kostbarkeiten, vor allem Schmuck und prächtige Kleider, die Antonia 1380 anlässlich ihrer Heirat mit Eberhard III. Graf von Württemberg (nach 1362–1417) aus Mailand nach Urach brachte. Das reiche Verzeichnis zählt zu den ältesten erhaltenen Inventaren der Visconti und gilt zugleich als bedeutendes Zeugnis des italienisch-deutschen Kulturtransfers. Erstmals wird dieses Brautschatzinventar hier vollständig ediert und durch eine ausführliche zweisprachige Einleitung, Sach- und Textkommentare sowie Register auf Deutsch und Italienisch kulturgeschichtlich erschlossen. Der Vergleich mit der Überlieferung zu Antonias Schwestern bietet zudem Einblicke in die geschlechtergeschichtliche Bedeutung dieser Quelle.
Christina Antenhofer ist Universitätsprofessorin für mittelalterliche Geschichte an der Universität Salzburg und Leiterin des interdisziplinären Zentrums für Mittelalter und Frühneuzeit.
Die Übersetzerin Stella Ferrari ist promovierte Kunsthistorikerin.
Informationen zur Publikation
Titel: Liber iocalium. Das Buch der Kostbarkeiten der Antonia Visconti / Il libro dei tesori di Antonia Visconti
Reihe: Veröffentlichungen der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Band 60
Edition u. wissenschaftl. Einleitung: Christina Antenhofer
Umfang: 324 Seiten, 11. Abb. (alle Farbe)
Sprachen: Deutsch/Italienisch
Buchpreis: 38,- Euro
Verlag: Jan Thorbecke
Erschienen: September 2026